Die Gerichtsdokumente liegen der Nachrichtenagentur AFP vor. Dort heißt es, Drake würde der Universal Music Group (UMG) vorwerfen, dass die Veröffentlichung des Songs "Not like us" Belästigung und Verleumdung darstelle. In "Not like us" bezeichne Kendrick Lamar Drake offenbar als pädophil. Universal habe mit der Werbekampagne zu "Not like us" dafür gesorgt, diese "spezifische, unmissverständliche und falsche Tatsachenbehauptung" zu verbreiten. Dadurch sei unter anderem eine "physische Bedrohung für Drakes Sicherheit" entstanden, heißt es weiter von Drakes Anwälten.
Klage: Universal soll Drake in Gefahr gebracht haben
Dabei verweist Drakes Seite auf einen Vorfall im Mai 2024. Dort sei einer von Drakes Security-Leuten durch Schüsse in unmittelbarer Nähe von Drakes Anwesen in Toronto verletzt worden. Dies sei ein Ergebnis der von Universal gemachten Werbekampagne, die befeuert hätte, "dass die Öffentlichkeit [...] Selbstjustiz üben sollte". Der Konzern habe "unternehmerische Gier über die Sicherheit und das Wohlergehen ihrer Künstler gestellt", so der Vorwurf.
Universal bestreitet die Vorwürfe von Drake
Die Universal Music Group hat sich in einem Statement geäußert.
Dass wir versuchen würden, den Ruf eines Künstlers zu schädigen - ganz zu schweigen von Drake - ist unlogisch.
Universal verwies darauf, dass sie ja selbst seit Jahren mit Drake erfolgreich zusammenarbeiten würden. Außerdem betonte der Konzern, dass auch Drake in der Vergangenheit über Universal Musik veröffentlichen durfte, in der andere Künstler gedisst wurden.
Drake glaubt an Verschwörung von Universal und Kendrick Lamar
In seiner Klage wirft Drake dem Label vor, ihn und seine Musik entwerten zu wollen. Der Grund sei sein bald auslaufender Vertrag bei Universal. Mit der Kampagne um "Not like us" gegen ihn, habe der Konzern versucht, Drakes Position für die Neuverhandlung seines Vertrags zu schwächen.
Drake klagt gegen Universal, zieht aber wohl gegen Spotify zurück
Vor der Klage gegen Universal soll Drake auch einen vorgerichtlichen Antrag gegen Spotify gestellt haben. Drake und seine Anwälte hatten Spotify und Universal offenbar vorgeworfen, sie hätten Kendrick Lamars Disstrack gegen ihn künstlich gepusht. Laut Vorwurf hätte Spotify Bestechungsgelder angenommen und den Song im Gegenzug besonders prominent auf ihrer Plattform platziert. Auch von vermeintlichen Streaming-Bots war die Rede.
Wie der Journalist Bryson " Boom" Paul auf X schreibt, sollen Drake und seine Anwälte all diese Vorwürfe am 14. Januar beim Bundesstaat New York freiwillig zurückgezogen haben.
Stars Drake-Contest: Superstar gönnt Preisgeld 💰
Der Contest fand am Wochenende in Drakes kanadischer Hometown Toronto statt. Der Musiker meldete sich per Insta-DM.